Ray Wilson in Worpswede

Ich muss verrückt sein! Statt gemütlich das Wochenende Zuhause einzuläuten, fuhr ich am frühen Freitagabend knapp 3 Stunden nach einem kleinen Ort irgendwo in den hohen Norden. Noch dazu, weil ich die Nacht zuvor sehr schlecht geschlafen hatte, und dementsprechend müde war. Doch zwei Sachen trieben mich zu dieser „Wahnsinnstat“. Da war zum einen die Möglichkeit, endlich wieder mal meine Kamera zu entstauben und Konzertfotografie zu betreiben, und zum anderen auch ein Konzert von Ray Wilson zu besuchen. Diesmal trat er mit seiner Gruppe „Stiltskin“ in Worpswede in der „Music Hall“ auf. Das bedeutet, die Musik war rockig, leicht melancholisch angehaucht… also genau mein Ding. Die „Music Hall“ in Worpswede ist ein Geheimtipp unter den Künstlern und Publikum. Mit großer Erwartung reihte ich mich also auf der Autobahn gen Norden in den fließenden Verkehr ein, bekämpfte meine Müdigkeit mit Cola und lauter Musik.

Weit nach Einbruch der Dunkelheit erreichte ich dieses doch verschlafene Örtchen. Einen Parkplatz bekam ich unweit der Lokalität und betrat kurze Zeit später die kleine verrauchte Kneipe, in der ich sofort einige Bekannte aus dem Genesis-Fanclub antraf. Auch hier mussten Kaffee und Cola herhalten, um meine Müdigkeit zu bekämpfen.

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Da die Zeit nun doch schon recht weit fortgeschritten war (Beginn des Konzertes war 21.00 Uhr), konnten wir leider nicht lange fachsimpeln und begaben uns zügig in die angrenzende Halle. Hier verstand ich, warum Ray es liebt, hier aufzutreten (während des Konzertes sagte er, dieses hier sei „some of my homes“). Der Club war urgemütlich, erinnerte mich an eine übergroße Rockerkneipe. An den Wänden klebten durcheinander Plakate von allerlei Rockgrößen, die hier wohl schon mal aufgetreten sind.

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In einer Ecke des Raumes befand sich eine große Theke, an der man seinen Durst stillen konnte. Über dieser befanden sich eine Menge Schwarz-Weiß-Fotos, wohl ebenfalls von den hier auftretenden Künstlern.

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Wo sich am Anfang noch kleine Grüppchen von Besuchern bildeten, gingen diese doch recht bald in der Menge der nachströmenden Leute unter. Sehr schnell war die Bude voll. Immerhin war das Konzert mit knapp 500 Besuchern restlos ausverkauft.

Zu Beginn trat Ali Ferguson, der Lead-Gitarrist von „Stiltskin“ auf, um einige Stücke seiner erst kürzlich erschienene CD „Windmills and the stars“ zu spielen.

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Seine Musik ist eher der ruhigen, meditativen Richtung zuzuordnen. Der Einfluss von Pink Floyd ist bei einigen Stücken unüberhörbar. Nach gut einer halben Stunde wurde er mit sehr viel Applaus verabschiedet, nur um kurze Zeit später mit der kompletten Band und Ray Wilson wieder aufzutreten.

In den nächsten gut 3 Stunden wurde überragende Rockmusik gespielt, gewürzt mit melancholischen Stücken und natürlich auch Lieder, die er mit „Genesis“ zusammen für ein Album geschrieben hatte. Ich gebe ja zu, dass ich seine eigenen Lieder denen von Genesis vorziehe, das war auch einer der Hauptgründe, dass ich dieses Konzert besuchen musste.

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Irgendwann weit nach Mitternacht war das grandiose Konzert beendet. Nun hatte man Gelegenheit, sich mit den Künstlern locker zu einem Gespräch zu treffen. Meist standen sie am Merchandising-Stand, wo sie die dort zum Verkauf ausliegende CDs oder mitgebrachte Sachen unterschrieben. Auch ich nutzte die Gelegenheit, Fotos, die ich vor einiger Zeit von Ray und Ali gemacht hatte, signieren zu lassen. Ray erkannte meine Arbeiten, und lobte sie vor den umstehenden Fans, die diese ebenfalls sehr positiv beurteilten (das musste ich jetzt hier mal schreiben, so…).

Doch dann machte ich mich langsam auf dem Weg nach Hause. Gerne wäre ich noch länger geblieben, um mit den anderen über das Konzert zu quatschen, doch die Müdigkeit forderte ihren Tribut.

Doch ich denke, ich werde nächstes Jahr wieder so verrückt sein, und hier aufschlagen…

Ach ja, und das ist meine Website: Baltrusch-Photo

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Über Baltrusch Photo

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3 Antworten zu Ray Wilson in Worpswede

  1. Andrea schreibt:

    Cool! Da hste so recht – Worpswede ist immer ein Konzert wert! 😉 Also dann bis zum nächsten Jahr!

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  2. Lothar Baltrusch schreibt:

    Bruder – Bruder – Bruder … wo Du Dich so rumtreibst !

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  3. Pingback: Ray Wilson in Worpswede 2013 | Baltrusch-Photo

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