Ray Wilson’s Geburtstag in Poznan -Teil 4-

Tag 3 + 4 – 2. Konzert und Heimreise

Diesmal ist das Erwachen leichter. Noch lange liege ich im Bett und denke über das Geschehen nach. Ich stehe auf, checke mein Handy, erstelle eine Story auf Instagram. Dach geht’s zum Duschen. Kurze Zeit später stehe ich am Brunnen, der sich direkt vor meinem Hotel befindet. Ich schlendere langsam über den fast menschenleeren Marktplatz. Es ist bewölkt. Die Frische tut meinem Kopf gut. Doch der Kaffee ruft. Ich gehe zum Frühstücken. Kurze Zeit später meldet sich mein Handy. Auch die anderen wollen frühstücken, wir vereinbaren ein Treffen unweit meines Hotels. Dort sitze ich später mit ihnen zusammen. Mittlerweile hat sich die Sonne durch die Wolken gekämpft und brennt unbarmherzig auf mich herab. Danach spielen wir Touristen, besuchen die vielen Stände mit Nippes, fotografieren dies und das. Ein kleiner Besuch bei der Kirche vom Vortag ist auch mit dabei.

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Irgendwie bin ich aber heute nicht so gut drauf. Ich brauche etwas Ruhe für mich. Ich verabschiede mich von meinen Freunden und ziehe mich in meinem Hotelzimmer zurück. Dort sitze ich im Halbdunkel und gucke Star Trek auf meinem Tablet. Doch dann ist es wieder soweit. Ich mache mich fertig, schnappe mir meine Kamera und gehe erneut zum Kulturzentrum.

Ja, das Alleinsein hat geholfen, meine Stimmung hat sich verbessert. Am Schloss angekommen sitze ich auf einer kleinen Mauer unweit vom Eingang.

Diesmal wird Ray erwartet, bekommt einen Blumenstrauß, posiert für ein Foto. Auch ich begebe mich langsam ins Innere.

Die gleiche Prozedur wie gestern. Nur dass ich diesmal keinen Sitzplatz habe, sondern direkt an der Bühne stehe. Ob ich das das ganze Konzert aushalte? Nun, das habe ich. Geholfen hat auch die Anwesenheit von Francois, die ich hier wieder treffe.

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Die Halle ist schnell gefüllt. Wie am Vortag beginnt das Konzert etwas verspätet, die Zuschauer skandieren pünktlich um 20.00 Uhr durch rhythmisches Klatschen den Beginn.

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Ohne Umschweife startet Ray mit „Ought to be resting“ in den Abend. Es folgen viele der bekannten Lieder, und es ist (aus meiner Sicht) wohltuend, dass kein einziges Genesis-Stück dabei ist. Das honorieren die Fans auch mit lauten Jubel und Applaus. Bei der Zusammenstellung der Musikstücke mag man geteilter Meinung sein. Wenn man „Stiltskin“ hört, erwartet man harte Stücke, wie man sie vom Album „She“ her kennt. Doch leider fehlen Lieder wie „Fligh High“, „Wake Up Your Mind“ oder eben „She“. Dafür sind „Constantly Reminded“,(in der polnischen Version), „Show Me the Way“ und „Lemon Yellow Sun“ vorhanden. In der Mitte des Konzertes wird es etwas ruhiger, da spielt Ray Stücke wie „Song For a Friend“, „The Actor“ aber auch „Romeo and Juliet“ von den Dire Straits oder „Heroes“ von David Bowie. Zu „Romeo and Juliet“ erzählt Ray eine Geschichte über seine erste Freundin, die ihn damals wegen eines anderen, erfolgreicheren Mannes verlassen habe. Diese Freundin ist an diesen Abend ebenfalls da, und für sie spielte er nun dieses Lied.

Unterbrochen wird das Konzert öfters von Glückwunschbekundigungen seitens der Fans in Form von Ständchen, Blumen oder auch einmal von einer Knallbombe, das buntes Konfetti auf die Bühne schießt.

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Während des Konzertes steht plötzlich ein polnischer Fotograf neben mir. Schnell kommen wir ins Gespräch, quatschen über unsere Kameras (natürlich Canon), Objektive. Momente wie diese bereichern das Leben ungemein.

Das Konzert ist zu Ende.

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Ray bekommt noch eine Torte überreicht, bedankt sich an alle.

Auf der Bühne Fotografen (verdammt, warum bin ich nicht da? Immerhin habe ich einen Presseausweis). Ein Foto, das von dort gemacht wurde, zeigt aber auch mich im Publikum. Somit gut, dass ich nicht oben war.

Das Licht geht an, wir verlassen den Saal. Draußen im Vorraum quatsche ich noch lange mit Francois. Wir haben uns angefreundet. Ich biete ihr an, sie zusammen mit Ray und den anderen zu fotografieren.

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Mir fällt die Anspannung der letzten Tage ab. Mir ist bewusst, dass ich den Schluss einer fantastischen Zeit erlebe, an die ich lange zurückdenken werde. Irgendwie will ich hier nicht weg, kann die Zeit jedoch nicht aufhalten. Noch einmal gehe ich zu Ray, bedanke mich bei ihm für alles, gehe hinaus. Draußen verabschiede ich mich herzlich von Francois, wir wollen in Kontakt bleiben. Ein Stück des Weges begleiten mich noch Ina und Hartmut. An ihrem Hotel kaufe ich mir noch was zu trinken, dann gehe ich zu mir. Es ist früher morgen als ich einschlafe…

Wehmütig sitze ich alleine am Frühstückstisch, trinke meinen Kaffee. Immer wieder geht mein Blick nach draußen, meine Gedanken in die Vergangenheit. Mein Taxi wartet. Auf dem Weg zum Flughafen sehe ich ein Plakat von Ray auf einem Bus kleben. Ich muss lächeln. Der Taxifahrer spielt eine Blues-CD, genau meine Stimmung.

Schon bald sitze ich im Flieger, Polen lasse ich hinter mir. Ich freue mich auf meine Familie, sie holen mich am Flughafen ab. Ich werde viel zu erzählen haben.

Auf dem Hinflug fragte ich mich, mit welchen Erinnerungen ich zurückkehren werde. Nun weiß ich es…

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